Kurzkritik: Hollywood Undead

Ihr kennt das, ihr nehmt euch vor dem Festival vor, eine Playlist beim Streaming-Anbieter eures Vertrauens zu machen mit allen Acts und euch dieses mal bestens vorzubereiten. Wieder nix geworden, also ist die Hälfte der Bands ein Blind Date für euch. So auch Hollywood Undead, die covern Bon Jovis „Livin on a Prayer“, die spielen Rammsteins „Du hasst“, „Enter Sandman“ von Metallica, joa und haben auch selbst nicht nur einiges zum Kopfnicken zu bieten, sondern transportieren trotz brachialem Sound ordentliche Ohrwürmer.
Dann darf auch noch ein junger Headbanger auf die Bühne und spontan einen Song mitperformen - und die Show ist perfekt. Weil die Band nichts so richtig ernst nimmt, wird er trotz seiner guten Vorstellung natürlich noch etwas hochgenommen: „Your Boyfriend would be proud of you“, sagt der Sänger grinsend zur Verabschiedung des nun glücklichen Gitarrenheldens.

Von Nicolaj Meyer