Open-Air-Festival Lott in Raversbeuren vom 5. bis 7. August – 22 Bands bringen Stimmung auf die Wiese

Lott - dieses einfache und einprägsame Wort hat bei Jugendlichen und junggebliebenen Erwachsenen seit fast 40 Jahren eine ganz besondere, fast schon legendäre Bedeutung. Das Open- Air-Festival auf einer Wiese bei Raversbeuren unweit des Flughafens Hahn ist Kult. An diesem Wochenende, 5. bis 7. August, erwarten die Veranstalter bis zu 7000 Besucher.

Raversbeuren. 22 Bands und Einzelinterpreten gestalten in diesem Jahr das Open-Air-Festival Lott in Raversbeuren. Die Lott ist 1977 eine der ersten Veranstaltungen dieser Art im Südwesten. Zu Beginn waren es rund 600 Besucher, die ein alternatives und gemeinnütziges Festival feiern wollten, um die Region mit eigenen Vorstellungen von Musik und Kultur zu beleben. Die Veranstaltung, benannt nach dem damaligen Flurgebiet, sollte unabhängig sein und sich selbst finanzieren. Mit diesen Grundsätzen prägt die Lott bis heute Land und Leute nachhaltig und unverwechselbar. Mittlerweile kommen jedes Jahr am ersten Wochenende im August um die 7000 Besucher zum Festival und genießen drei Tage gemeinsam Festivalflair und Musik auf der Wiese.

Das Programm:
Freitag, 5. August: Los geht’s am Freitag um 16.30 Uhr mit der Heavy-Metal-Hardcore-Punkband "Bloodwhore" aus Kirchberg und den Melodic Punkern "King Lui" aus Bernkastel-Kues.
Um 18.30 Uhr starten die "Pierce Brothers" das Hauptprogramm. Die Musik der Zwillingsbrüder aus dem australischen Melbourne basiert auf der angloamerikanischen Folktradition. Danach gibt es Techno und Deep House einmal anders: Die acht Musiker der Band "Meute" benutzen dazu die Instrumente der New Orleans Marching Bands. Die Band "The/Das" bietet Songs mit technoidem Gerüst und verdrehter Bildsprache.
Die fünf Niederländer von "De Staat" jagen treibenden LoFi/Avantgarde-Rock mit griffigen Hooklines, Groove atmenden Gitarren und Keyboards durch die Boxen. Abgerundet wird der Abend mit "RainKing".

Samstag, 6. August: Der musikalische Samstag beginnt bereits um 11 Uhr auf der Hangbühne mit der "Thomas Bracht Band". Stilistisch erwartet die Fans hier ein extrem kurzweiliger Auftritt, in dem sich der Geist von Fusionmusik der 70er mit progressiven, modernen, originellen Elementen und ein wenig Weltmusik verbindet.
Ab 13 Uhr werden hier auch die "Whiskydenker" auftreten. Die spielen grammophonesk scheppernden Swing.
Das Programm auf der Hauptbühne beginnt um 14.20 Uhr mit den "Brothers Of Santa Claus". Danach bevölkert Max Prosa mit seiner Band die Bühne. Seine einprägsame Folk-Rock-Musik transportiert die Inhalte jenseits glatter Pop-Ästhetik. Die nächste Band "Honig" um den Singer-Songwriter Stefan Honig hat einen Sound generiert, der durch clevere Arrangements und klebrige Melodien zugleich punktet. Der nächste Programmpunkt animiert zum Bewegen. "Molotov Jukebox" aus London bietet eine Synthese aus Zigeunermusik und einer Vielzahl anderer Stile wie Swing, Latin, Samba, Calypso, Pop und Disco.

Unterdessen erwartet um 19 Uhr "Pierre Pihl" die Besucher im Zirkuszelt. Er spielt eine akustische, eine elektrische Gitarre und einen Bass gleichzeitig. Weiter geht es musikalisch auf der Hauptbühne ab 20.30 Uhr mit der französischen Band "Balinger". Raffinierte Kompositionen von klassischem Rock über Folk, von Uptempo bis Ballade prägen den Musikstil des Quartetts. Darauf folgt die Band "A.S.M. (A State of Mind)".
Die früher in England ansässige und jetzt in Paris beheimatete Band steht für eine groovende Mischung aus funky Hip Hop, gepaart mit Reggae, Motown Soul, Jazz und einer Prise Funk. "Mother’s Cake" aus dem österreichischen Innsbruck warten anschließend mit härterer Musik auf. Den musikalischen Ausklang des Samstags bringt "Yara Bravo". Die in London lebende Sängerin beeindruckt bei ihren Live-Auftritten mit intelligentem Rap, Hip-Hop und Poesie.

Sonntag, 7. August: Der Sonntag beginnt um 12 Uhr mit "Uri Green & The Seeds". Verwurzelt in der jamaikanischen Musik, mit britischen und afrikanischen Einflüssen machen sie Reggae, gemischt mit einem Hauch Dancehall und Drum & Bass. Die nächste Band "Vanilla Junction" erzeugt einen ganz neuen Klang, der sich durch groovigen Bass, dynamische Drums und eine schreiende Gitarre von der Masse abhebt. Danach zeigen "Bukahara", dass Gipsy, Swing, Folk, Reggae und Arabic-Balkan keine Widersprüche sein müssen. Als letzte Band auf der Hauptbühne bringen wieder "Crazy Crizzy & the Crizzly Beers" das Festival zum Ausklang. Sie versehen die Hits der 60er und 70er Jahre mit eigenen Arrangements und verhelfen manchem alten Liedchen zu einer beeindruckenden Kraft.

Waldbühne: Alternativ gibt es wieder ein Programm an der Grillhütte im Wald (Waldbühne): Freitags ab 19 Uhr und samstags ab 17 Uhr ist dort die Bühne offen für alle, die sich mit ihrer Musik vors Publikum trauen. Anmelden kann man sich dafür am Infostand.
Auch der politische Aspekt wird weiterhin vertreten sein. Samstagnachmittags findet auf der Waldbühne statt. Zu diesem Thema gibt es verschiedene Partizipationsmöglichkeiten rund um die Waldbühne, wie eine Ideentafel und einen "Upcycling Workshop" am Samstagvormittag ab 11 Uhr. Dabei sind alle Besucher eingeladen, Festivalmüll in Kunst zu verwandeln. Am Freitagabend wird ab 22 Uhr der dazu thematisch passende Film "Taste The Waste" gezeigt. Samstagabend ab 23 Uhr gibt es Musik für die Tanzwütigen.
Samstag ab 20.15 Uhr präsentiert der Kultur Raum Trier e.V. im Zirkuszelt wie gewohnt den Poetry Slam. Der Zirkus Balu gibt wieder samstags und sonntags mehrere Vorstellungen. red/noj
Für die Kinder werden in der Nähe des Zirkus immer wieder Aktivitäten angeboten. Dort ist auch das Spielmobil des BDP für die Kinder da. red/noj
Näheres unter lott-festival.de

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