Steve Aoki – ein Erfahrungsbericht

Umz, umz, umz - der Bass bringt mein Trommelfell zum Schwingen und drückt auf meinen Bauch. Die Musik: Mashups bekannter Songs gepaart mit Dubstep-Elementen, Drum & Bass und anderen elektronischen Spielereien. Also eigentlich so garnicht meine Baustelle. Und während der ersten beiden Songs finde ich das ganze auch noch ziemlich mies.

Ich will wieder ins Pressezelt gehen, aber irgendwas hält mich davon ab. Mein Blick bleibt auf der riesigen Leinwand hängen, über die im Sekundentakt Bilder und Videos laufen. Die Lichtblitze des Stroboskops frieren das Publikum ein, das springt und tanzt und kreischt. "Was finden die an diesem Typen?", denke ich. Dieser dünne Kerl mit den langen Haaren steht doch nur auf der Bühne hinter seinem DJ-Pult, spielt seine Songs ab und feiert sich selbst. "Put your hands in the air", schreit er zum gefühlt tausendsten Mal ins Mikro. Aber nach einer halben Stunde stehe ich immer noch vor der Bühne.

Und auch eine Stunde später bin ich noch am selben Platz, während vor der Bühne Säulen aus Feuer in die Luft schießen und noch später als eine Wagenladung Konfetti auf die Aoki-Fans herunterrieselt wie Schnee.

Irgendwann bin ich ein Teil davon - gehe unter in den Bässen und den Lichtblitzen. Ich bewege mich, springe herum genau wie all die anderen. "Your energy is amazing", ruft Aoki seinen Anhängern zu, die sich heute mehr bewegt haben als er.

Doch Schluss ist noch lange nicht. Erstmal nimmt Aoki ein Bad in der Menge, die den DJ feiert wie einen Gott. Zur Belohnung dafür gibt's dann auch eine Ladung Champagner. Aber das Highlight steht noch aus: der Cakefight. Aoki greift sich Schachteln voll mit Torte und schmettert sie seinen Fans ins Gesicht. Was soll da noch kommen? Zwei Songs und eine Zugabe später ist das Spektakel dann zuende und lässt mich ratlos zurück.

Von Christian Altmayer

Categories: Rock-a-Field

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