Rock’a’Field: Chilliger geht nicht

Rock’a’Field: Chilliger geht nicht

Die Sonne kracht bei geschmeidigen 35 Grad Celsius vom Himmel. Überall rote Gesichter und Festivalbesucher mit sonnengebräunten Schultern, auf denen weiße Abdrücke von den Tragegurten ihrer Taschen zu sehen sind. Das Publikum ist zum großen Teil ausgesprochen jung. Zwischen 18 und 25, wenn man schätzen würde.

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Rock'a'Field ist nicht der Ring, statt 90.000 werden am Sonntag bis zu 15.000 Besucher erwartet. Dafür geht es auf dem Gelände ungemein chillig zu. Die Fans sitzen im Gras oder liegen auf großen Decken. Irgendwo in der Mitte haben es sich Besucher auf einem quietsch-grünen aufblasbaren Sofa bequem gemacht. Ein wenig verrückt das Mädchen, das da bei den Temperaturen im pinken Häschen-Ganzkörperkostüm durch die Menge wandelt. Dagegen bevorzugen andere schlicht und einfach den Bikini, viele Jungs tragen Shorts und sonst nichts.

In der Mitte des Geländes steht ein großer Klotz. Davor stehen und posen viele Menschen. Dabei halten sie mit ihren Handykameras auf den Klotz. Selfie-Wand nennt sich das. Der Klotz ist nämlich eine matte Spiegelwand. Wer also richtige Selfies nicht kann, geht an die Wand und fotografiert sein Spiegelbild. Die RTR-Crew hat das getestet und den echten Selfie eindeutig für schicker gehalten.

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Selfie an der Selfiewand

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Echter Selfie ohne Wand

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So sieht die Selfiewand aus

Beim Streifen über das Gelände fällt ein Menschenpulk auf. Die Arme der Kids sind in die Höhe gestreckt. Erleichterung steht in vielen Gesichtern. Die Leute laufen langsam nach links, dann wieder nach rechts. Sieht irgendwie komisch aus, ist aber leicht zu erklären. Eine wandernde Wasserkanone sprüht kühles Nass auf die darunterstehenden Menschen.

Wie man sonst die Hitze aushält? Strohhüte sind ein Muss. Die gibt es hier in allen Varianten und Farben zu sehen. Ohne Sonnencreme läuft hier garnichts. Einige Festivalbesucher trifft man beim chillen unter Bäumen außerhalb des Festivalgeländes. Dort ist es tatsächlich schattig und ein wenig kühler. Auch die zweite Bühne im großen, an den Seiten geöffneten Zelt spendet Schatten. Ansonsten heißt es Augen zu und durch.

Kindheitserinnerungen werden bei einer anderen außergewöhnlichen Installation wach. Gelber Sand überall. Ein riesiges Gestell aus Holz, an dem zahlreiche Schaukeln baumeln. Und die werden auch kräftig beschaukelt, so dass viele warten müssen, bis sie an der Reihe sind

Der Weg zum Food Village, also dorthin, wo es geballt Essen und Trinken gibt, ist abends schön. Er führt durch ein kleines Waldstück, das mit farbigen Strahlern beleuchtet ist. Fühlt sich an wie im Märchenwald.

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Im Food Village herrscht Riesenandrang. Alle wollen gegen Abend essen und trinken. Der Haken: Nichts geht ohne Bons. Das ist hart, denn die Bonkasse ist überlaufen. Schlange stehen ist angesagt. Liegt man aber erstmal in der schicken Chill-Lounge mit Hängematten, Sitzkissen, Shisha-Pfeifen und Chaitee im Schatten, kann man sich bis zum nächsten Konzert entspannen. Top-Idee der Organisatoren.

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Jetzt wisst Ihr, wie es auf dem Gelände aussieht. Die RTR-Crew hofft nun, dass der letzte Festivaltag mit dem Headliner MUSE nicht ins Wasser fällt und sich die Unwetterwarnungen nicht bewahrheiten. Verfolgt das Festival im Liveticker.

Categories: Allgemein, Rock-a-Field

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